Charta Aktivitäten

Charta Aktivitäten

Workshop „Cluster Forst & Holz“

Zahlreiche Vertreter der Landesbeiräte Holz und Cluster-Initiativen aus acht Bundesländern waren der Einladung von BMEL und FNR zu einem Erfahrungsaustausch am 26. Oktober 2017 in Berlin gefolgt. Ziel des Workshops war es, den Status Quo der Aktivitäten sowie die Gemeinsamkeiten und Schnittstellen auf Länderebene zu diskutieren und damit wichtige Impulse für den Prozess der Charta für Holz 2.0 zu generieren. Der Workshop, initiiert vom BMEL in Kooperation mit der Plattform Forst & Holz, war auf der Clusterkonferenz anlässlich des 1. Deutschen Waldtages im Oktober 2016 angekündigt worden.

Die Besonderheiten des Branchenclusters – vor allem die große volkswirtschaftliche Bedeutung für die Wertschöpfung im ländlichen Raum einerseits, und die kleinteilige Unternehmensstruktur mit den rund 125.000 Betrieben und durchschnittlich neun Beschäftigten pro Betrieb andererseits – zeigen bereits, dass es notwendig war, dem Thema ein eigenes Handlungsfeld „Cluster Forst & Holz“ zuzuweisen, so Dirk Alfter vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in seiner Begrüßung. Denn nur mit einem gut vernetzten Cluster können die Ziele der Charta für Holz 2.0 – Klimaschutz, Wertschöpfung und Ressourceneffizienz – umgesetzt werden, so Alfter weiter.

Die strukturbedingte Kleinteiligkeit im Cluster führt im Vergleich mit anderen Branchen auch zu einer mangelnden Innovationskultur. Hier setzt die Forschungsförderung des BMEL an. Denn zukunftsweisende Forschungsprojekte tragen zur Sicherung der Branche bei, so Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zu Beginn des Workshops. Schütte zeigte die wesentlichen Ziele des BMEL-Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ für den Bereich Wald und Holz auf, sowie die Anforderungen an die Projektförderung durch die FNR.

Als Grundlage für die weitere Diskussion präsentierte Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des DHWR, die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage bei den Landesbeiräten Holz und Cluster-Initiativen. Aus der Auswertung ließen sich viele Gemeinsamkeiten in Zielsetzung und Themenschwerpunkten ableiten, gleichzeitig wurden die organisatorisch-strukturellen Unterschiede der verschiedenen Organisationen deutlich.

Unter Moderation von Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des DesH und Vorsitzender der Charta-Arbeitsgruppe „Cluster Forst & Holz“, wurden anschließend die Chancen, der Bedarf und mögliche Instrumente einer stärkeren Zusammenarbeit diskutiert. Es kristallisierten sich die Themen länderübergreifendes „Netzwerkmanagement“, „Informationsfluss und Zusammenarbeit“ und „Gemeinsame Projekte“ als wichtige Handlungsstränge heraus. Erste Ideen hierzu sollen in der Charta-Arbeitsgruppe „Cluster Forst & Holz“ weiterentwickelt und konkretisiert werden.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Landesebene und den Aktivitäten vor Ort bei der Umsetzung der Charta für Holz 2.0 eine wichtige Rolle zukommt. Sie bekräftigten, dass hierfür der Informationsaustausch verstetigt und die Zusammenarbeit im Netzwerk professionalisiert werden müsse.

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