Charta für Holz 2.0 im Dialog

Programm

„Mensch – Stadt – Land – Ressourcen: Wie wollen wir in Zukunft leben?“

am 11.12.2018 in Berlin, Auditorium Friedrichstraße

In Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Gesamtmoderation: Angela Elis 

09.30 Uhr

Registrierung

10.30 Uhr

Begrüßung
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

10.45 Uhr

Impuls „Wie wollen wir in Zukunft leben?“
Prof. Dr. Carsten Kühl, Geschäftsführer und Institutsleiter Deutsches Institut für Urbanistik

11.15 Uhr

Podiumsdiskussion „Mensch – Stadt – Land – Ressourcen: Den Wandel nachhaltig gestalten, aber wie?“

Die folgenden Fragestellungen werden im Mittelpunkt der Diskussion stehen:

Welche Trends zeichnen sich derzeit ab, und wie reagieren wir darauf? Wie erhalten wir bezüglich Binnenmigration eine hohe Lebensqualität in immer dichter besiedelten Ballungsräumen und in schrumpfenden Regionen? Wie erreichen wir mehr Ressourceneffizienz und wie lassen sich Chancen des Urban Mining nutzen?
Welche Rolle kann das Bauen mit Holz beim aktuellen Bauboom spielen, um diesen nachhaltig, klimaschonend und werthaltig zu gestalten?
Wie schaffen wir eine Trendwende beim Bauen hin zu nachhaltigen Baumaterialien, mehr Ressourceneffizienz und Lebensqualität?

mit

  • Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
  • Prof. Dipl.-Ing. Annette Hillebrandt, Architektin BDA, Lehrstuhl Baukonstruktion/ Entwurf/ Materialkunde der Bergischen Universität Wuppertal
  • Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter, Lehrstuhl Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München
  • MinDirig Lothar Fehn Krestas, Leiter der Unterabteilung Bauwesen, Bauwirtschaft, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
  • Dr. Harald Bajorat, Referatsleiter Nationale und grundsätzliche Angelegenheiten der Ressourceneffizienz, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Cajus Caesar, Waldbeauftragter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

12.15 Uhr

Impulse & Diskussion „Nachhaltig bauen – Herausforderungen und Chancen aus Sicht von Kommunen, Industrie und Gewerbe“

  • Harald Fischer, Bereichsleiter Immobilien/Bauen REWE GROUP
  • Dr. Björn Dietrich, Abteilungsleiter Energie, Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Assoz. Univ.-Prof. Katharina Hofer, Abt. M4EM am Institut für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz (Studie Reputationsgewinn durch Holzbau im Bereich Corporate Architecture)

13.15 Uhr

Impulse & Diskussion „Ressourcenverfügbarkeit, -effizienz und Urban Mining“

Impuls: „Bauen mit Holz – nachhaltig, verfügbar, wettbewerbsfähig?“
Dir. und Prof. Prof. Dr. Matthias Dieter, Institutsleitung, Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

Impuls: „Trend Urban Mining? – Auswirkungen auf Bauplanung und Materialität“
Prof. Dipl.-Ing. Annette Hillebrandt, Architektin BDA, Lehrstuhl Baukonstruktion/ Entwurf/ Materialkunde der Bergischen Universität Wuppertal

14.00 Uhr

Mittagessen

15.00 Uhr

Workshop 1:
Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Bau(recht) – Wer ist am Zug: Bund, Länder
oder Kommunen?

Impuls: MinDirig Lothar Fehn Krestas, Leiter der Unterabteilung Bauwesen, Bauwirtschaft, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter, Lehrstuhl Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München

Der Bausektor ist einer der Wirtschaftszweige mit hohem Ressourcenverbrauch und Auswirkungen auf das Klima. Stehen bislang Fragen des Energieerbrauchs während der Gebäudenutzung im Fokus von Regelungs- und Anreizinstrumenten, werden zunehmend Forderungen nach einer ganzheitlichen Betrachtung des Bauens gestellt. Sie zielen darauf ab, Potenziale zur THG-Minderung und Ressourcenschonung bei Erstellung und Rückbau der Gebäude mit einzubeziehen. Im Workshop soll nach kurzer Einführung zum Thema und Blick auf bestehende Instrumente (z.B. KfW-Förderung, BNB, DGNB) der Frage nachgegangen werden, wie und auf welchen Ebenen der öffentlichen Verwaltung (Bund, Länder, Kommunen) diese  Instrumente genutzt und zusätzliche Instrumente geschaffen werden könnten, um den Auswirkungen des Bauens auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärker als bislang Rechnung zu tragen.

 

Workshop 2:
Kommunales Bauen mit Holz – Chance oder Überforderung?

Impuls: Dipl.-Ing. Sabine Djahanschah, Architektin, Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Moderation: Dipl.-Ing. (FH) Maic Verbücheln, Deutsches Institut für Urbanistik 


Weltweit erlebt der Baustoff Holz eine Renaissance und es entstehen eindrucksvolle Leuchtturmprojekte. Für Bauherren bieten sich neue Chancen, mit ihrer Baustoffwahl Verantwortung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit sichtbar werden zu lassen. Dennoch zeigt sich, dass Entscheidungsträger und Planer im kommunalen Bereich der Option Holzbau z.T. skeptisch bis zurückhaltend gegenüber stehen. Im Workshop soll zwischen kommunalen Entscheidungsträgern und Planern auf der einen Seite und den Vertretern aus Wissenschaft und Praxis aus dem Bereich Holzbau auf der anderen Seite der Dialog über Unsicherheiten, Chancen und Herausforderungen beim Holzbau für kommunale Aufgaben geführt werden. Dabei spielen Fragen der Sicherheit, der Wirtschaftlichkeit, der Werthaltigkeit – auch in Zeiten des Klimawandels - und der Beschaffung ebenso eine Rolle, wie die des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.

 

Workshop 3:
Urban Mining – schöne Theorie, aber wie praktisch umsetzen?

Impuls: Prof. Dr. Klaus Richter, Lehrstuhl Holzwissenschaft an der Technischen Universität München, Leitung des TUM Forschungslaboratoriums Holz
Moderation: Dipl.-Ing. Petra Riegler-Floors, Architektin, Wiss. Assistentin am Lehrstuhl Baukonstruktion/ Entwurf/ Materialkunde der Bergischen Universität Wuppertal

Städte und Gemeinden werden zunehmend über ihre Funktion als Lebens-und Arbeitsraum auch als bedeutende Rohstofflager verstanden. Das Thema „Urban Mining“ gewinnt über die wissenschaftliche Diskussion hinaus an Relevanz für die Praxis. Im Zusammenhang mit Stoffstromanalysen stellt sich die Frage wie bspw. die in Gebäuden vorhandenen Materialien nach dem Rückbau einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. In dem Workshop soll der Frage nachgegangen werden, welche Voraussetzungen hierzu bereits bei Produktdesign und Planung zu beachten sind, um die eingesetzten Materialien als Sekundärrohstoff optimal nutzen zu können. Welche Optionen bieten sich Kommunen und Stadtplanern, um frühzeitig die Weichen für die Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu stellen? Mit Blick auf die Holzverwendung stellt sich die Frage, welche Potenziale der Baustoff Holz bietet und welche Anforderungen an Wissenschaft und Industrie gerichtet werden.

16.30 Uhr

Kurze Kaffeepause

16.50 Uhr

Moderierte Podiumsdiskussion der Workshop-Ergebnisse
im Plenum mit Impulsgebern und Moderatoren

ab
17.30 Uhr

Empfang zum Networking und Ausklang der Veranstaltung

Download Programm (PDF)

Charta für Holz 2.0 im Dialog

Bei der Veranstaltungsreihe steht der konstruktive Austausch mit Stakeholdern rund um aktuelle Fragen der Holzverwendung aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Mittelpunkt. Unter wechselnden Themen mit Bezug zu den Handlungsfeldern der Charta für Holz 2.0 geht es um Wissenstransfer, Meinungsaustausch und die Diskussion von Lösungsansätzen im Kontext Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Wertschöpfung.

In Kooperation mit:

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