Cluster Forst und Holz

Handlungsfeld

Cluster

Forst und Holz

Kooperation stärken und Zukunft sichern

Der Cluster-Gedanke folgt einem wirtschafts- und regionalpolitischen Ansatz, der die Verbindung verschiedener Branchen – hier ausgehend vom Rohstoff Holz – in der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet.

Diese ganzheitliche Betrachtung dient als Beurteilungsgrundlage für effiziente Wirtschaftsprozesse rund um den Roh- und Werkstoff Holz und ermöglicht so eine Verbesserung der Ressourceneffizienz und Wertschöpfung. Um die so identifizierten Vorteile für die Praxis nutzbar zu machen, sind stärkere Vernetzungen und Kooperationen der Unternehmen bzw. Wertschöpfungsstufen im Cluster notwendig. Cluster-Initiativen auf regionaler und Länderebene arbeiten daran, die Branchenvernetzung zu verbessern und Strukturnachteile in der von KMU geprägten Forst- und Holzwirtschaft zu überwinden.

In vielen Branchen der deutschen Wirtschaft gibt es heute schon einen Nachwuchs- bzw. Fachkräftemangel. Dieses Problem wird sich durch den demografischen Wandel und den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge in 10 bis 15 Jahren weiter verstärken. Beispielhaft ist hierfür die Entwicklung im Schreiner- bzw. Tischlerhandwerk. Gab es 1999 noch mehr als 39.000 Auszubildende im Tischler- bzw. Schreinerhandwerk, so waren es 2015 nur noch ca. 17.000. Ein solcher Rückgang kann langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Clusters Forst & Holz gefährden. Fachkräfte zu halten und qualifizierte Auszubildende zu gewinnen, stellt deshalb auch für die Unternehmen der Forst- und Holzbranche eine Herausforderung dar, die an Bedeutung noch zunehmen wird.

Cluster Forst & Holz in Deutschland

Wettbewerbsfähigkeit steigern

Im Handlungsfeld Cluster Forst & Holz sind die Aktivitäten zusammengefasst, mit denen insbesondere die Unternehmen und Verbände der Branche an der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten können. Das Schwerpunktthema Branchenvernetzung beschreibt eine wichtige Strategie des Clusters, wie Nachteile aufgrund der Kleinstrukturiertheit der Branche durch Kooperationen überwunden werden können.

Dazu zählen u. a. eine verstärkte länderübergreifende Zusammenarbeit, ein intensiverer Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft und Forschung oder auch der Dialog und Austausch mit anderen Branchen. Mit ihren Vorzügen für Transparenz, Vernetzung und Betriebsentscheidungen wird darüber hinaus die Digitalisierung, Stichwort Wald und Holz 4.0, immer wichtiger.

Für die Unternehmen des Clusters ist ferner das Schwerpunktthema Aus- und Weiterbildung von zentraler Bedeutung. Es befasst sich damit, wie qualifizierte Auszubildende und Fachkräfte insbesondere über eine gesteigerte Attraktivität und ein verbessertes Image der Branche gewonnen und langfristig gehalten werden können.

In einem weiteren Schwerpunktthema, Wettbewerbsfähigkeit in globalisierten Märkten, sollen Wettbewerbsfaktoren analysiert und Strategien entwickelt werden, um Strukturnachteile der Forst- und Holzwirtschaft am Standort Deutschland abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Das Schwerpunktthema Kommunikation soll den Informationsaustausch des Sektors u. a. mit der Öffentlichkeit fördern. Die Bildungs- und Innovationsoffensive verfolgt das Ziel, Informations- und Beratungsangebote für externe Multiplikatoren wie Architekten und Planer sowie für Hochschulen auszubauen und damit den notwendigen Innovationstransfer sicherzustellen.

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