Fragen und Antworten

Charta Service

Fragen und Antworten

  • 1. Charta für Holz, was soll das sein?

    Mit der Charta für Holz 2.0 setzt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Beschluss der Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 um, „den Beitrag nachhaltiger Holzverwendung zur Erreichung der Klimaschutzziele zu stärken“. Die Charta für Holz 2.0 bildet den Rahmen, um die primären Ziele Klimaschutz, Wertschöpfung und Ressourceneffizienz zu erreichen.

  • 2. Warum eine Neuauflage der Charta als Charta für Holz 2.0?

    Seit der Veröffentlichung der ersten Charta für Holz in 2004 hat sich viel getan. Während diese damals mit dem Ziel aufgelegt wurde, die Holzverwendung innerhalb von 10 Jahren pauschal um 20 Prozent zu steigern, stehen bei der Charta für Holz 2.0 neue Akzente und differenzierte Ziele im Vordergrund. Dazu gehören die Sicherung der Rohholzversorgung, Aspekte der Steigerung der stofflichen Holzverwendung sowie der Kreislaufwirtschaft, Material- und Ressourceneffizienz für mehr Klimaschutz und Wertschöpfung.

  • 3. Was ist konkret mit dem Charta-Prozess gemeint?

    Der Charta-Prozess umfasst die Umsetzung der prioritären Handlungsfelder der Charta für Holz 2.0, welche von BMEL als Initiator und Koordinator gemeinsam mit Experten aus Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe konzipiert wurden. Für die Umsetzung des Charta-Prozesses werden eine koordinierende Steuerungsgruppe und verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet. Neben der inhaltlichen Umsetzung soll der Charta-Prozess auch nach außen sichtbar werden und über Kommunikations- und Dialogmaßnahmen Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen.

  • 4. Wie fügt sich die Charta in bestehende Strategien des BMEL und der Bundesregierung ein?

    Mit dem „Klimaschutzplan 2050“ hat die Bundesregierung im November 2016 ambitionierte Ziele und Maßnahmen beschlossen. Die Charta für Holz 2.0 wird darin als Meilenstein zur Erreichung der Klimaschutzziele genannt. Mit der Neuauflage der Charta leistet das BMEL insofern nicht nur seinen Beitrag zum Klimaschutzplan, sondern trägt auch dazu bei, die Waldstrategie 2020 der Bundesregierung im Hinblick auf die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft weiterzuentwickeln und zu konkretisieren.

  • 5. Welche Ziele/welches Ziel verfolgt die Charta für Holz 2.0?

    Mit der Charta für Holz 2.0 werden drei primäre Ziele verfolgt:

    1. Den Klimaschutzbeitrag der Forst- und Holzwirtschaft durch nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung stärken.
    2. Die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit des Clusters Forst & Holz erhalten und stärken.
    3. Durch nachhaltige und effiziente Nutzung von Wäldern und Holz endliche Ressourcen schonen
  • 6. Wer hat die Charta für Holz 2.0 erarbeitet?

    Als Initiator und Koordinator hat BMEL gemeinsam mit Experten aus Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe die prioritären Handlungsfelder und Schwerpunktthemen der Charta für Holz 2.0 identifiziert und konzipiert.

  • 7. Welche Rolle hat das BMEL im Charta-Prozess?

    Das BMEL ist Initiator, Koordinator und einer der Akteure der Charta für Holz 2.0. In der Umsetzungsphase wird das BMEL über die Steuerungsgruppe und Mitwirkung in den Arbeitsgruppen den Prozess lenken, mitgestalten und begleiten.

  • 8. An wen richtet sich die Charta für Holz 2.0?

    Die Charta für Holz 2.0 ist ein offener Prozess für Verantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen sowie aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Alle interessierten Akteure sind eingeladen, sich bei der Umsetzung der Charta einzubringen und einen aktiven Beitrag zu leisten.

  • 9. Warum gibt es kein herausgehobenes Ziel wie bei der letzten Charta?

    Die politischen Herausforderungen sind heute andere als 2004. Insofern setzt die Charta für Holz 2.0 auf neue Akzente und differenzierte Ziele. Dazu gehören die Sicherung der Rohholzversorgung, Aspekte der Steigerung der stofflichen Holzverwendung sowie der Kreislaufwirtschaft, Material- und Ressourceneffizienz für mehr Klimaschutz und Wertschöpfung.

  • 10. Warum diese Handlungsfelder und nicht andere?

    Die Handlungsfelder und entsprechende Schwerpunktthemen wurden in Abstimmung mit Experten aus Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe konzipiert. Die Umsetzung der politischen Ziele konzentriert sich auf diejenigen Handlungsfelder, in denen die größten Effekte erwartet bzw. besonderer Handlungsbedarf gesehen wird. Sie stellen die Grundlage für die Konkretisierung und praktische Umsetzung der Charta für Holz 2.0 dar.

  • 11. Die Schwerpunkte und wichtigen Ziele sind klar, aber wie erfolgt die konkrete Umsetzung der Maßnahmen?

    Alle relevanten Akteure sind eingeladen, sich in die Umsetzung der Charta einzubringen und einen aktiven Beitrag zu leisten. In diesem Sinne versteht sich die Charta für Holz als offener Prozess für Verantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen, aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Der Charta-Prozess soll über Kommunikations- und Dialogmaßnahmen Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen. Für das notwendige Charta-Management hat das BMEL die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beauftragt, die Umsetzung operativ zu begleiten und mit entsprechenden Aktivitäten in den Bereichen Wissenstransfer, Fachinformation, Verbraucherinformation, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

  • 12. Welche Aufgaben haben die Indikatoren in der Charta?

    Die Indikatoren sollen helfen, die primären Ziele der Charta in einen fassbaren Kontext zu setzen, um sie so im Rahmen einer Evaluation messbar zu machen. Die primären Ziele und Indikatoren können in den Arbeitsgruppen konkretisiert und unterlegt werden.

  • 13. Welchen zeitlichen Rahmen umfasst die Charta?

    Die Charta für Holz 2.0 ist im Sinne des Klimaschutzplans 2050 auf Dauer angelegt.

  • 14. Wie wird die Charta für Holz 2.0 finanziert?

    Im Rahmen der Projektförderung bieten die bewährten Förderinstrumente „Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe“ und „Waldklimafonds“ gezielte Möglichkeiten, Projekte im Sinne der Charta für Holz zu unterstützen. Das Engagement des BMEL wird insbesondere auch von der Ressortforschung des Thünen-Instituts getragen. Der Beratung und Erforschung durch die unterschiedlichen wissenschaftlichen Kompetenzen im Bereich der Holzforschung, Holzmärkte, Waldbewirtschaftung, Forstökonomie, Forstpflanzenzüchtung und Waldökosystemforschung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

  • 15. Wie wird der Charta-Prozess evaluiert?

    Während des Charta-Prozesses sind im angemessenen Rahmen Evaluierungen des Fortschritts und der Zielerreichung vorgesehen, die von der Steuerungsgruppe festgelegt werden. Die Evaluierung erfolgt durch das Thünen-Institut. Die Ergebnisse der Evaluierung werden in der Steuerungsgruppe vorgestellt und bewertet. Sie bilden die Grundlage für die Neujustierung von Themenschwerpunkten und Aktivitäten.

  • 16. Wie und wo kann ich mich denn über den Charta-Prozess und seine Ergebnisse informieren?

    Informationen zum Prozess der Charta für Holz 2.0 sowie Hinweise auf Projekte, Veranstaltungen und weitere Entwicklungen finden Sie im Internet unter www.charta-fuer-holz.de. Die Ergebnisse der Evaluation werden zu gegebenem Zeitpunkt ebenfalls hier veröffentlicht werden.

Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben