Ressourceneffizienz

Charta Ziele

Ressourceneffizienz

„Deshalb schlagen wir allen Beteiligten in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vor, gemeinsam die konkrete Vision einer 100%igen Kreislaufwirtschaft und des langfristigen Verzichts auf den Verbrauch endlicher, nicht erneuerbarer Rohstoffe zu verfolgen, auszuarbeiten und umzusetzen.“
Rat für Nachhaltige Entwicklung, 2011

Ressourceneffizienz

Holz leistet als Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff gesamtwirtschaftlich einen wichtigen Beitrag zu Ressourceneffizienz, weil fossile und endliche Rohstoffe durch die Holzverwendung geschont und ersetzt werden. Dieser grundsätzlich positive Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft für die Bioökonomie kann durch eine Steigerung des Holzaufkommens aus nachhaltiger Nutzung der Wälder (Effizienz der Flächennutzung) unter verantwortungsbewusster Berücksichtigung der übrigen Waldfunktionen erhöht werden.

Bei begrenzten Flächen gewinnt zudem der rohstoff- und energiesparende Materialeinsatz in der Forst- und Holzwirtschaft an Bedeutung. Besonders effizient wird der Einsatz von Holz, wenn er mehrfach in Nutzungskaskaden erfolgt, d. h. der mehrfachen Nutzung der Rohstoffe oder daraus hergestellter Produkte mit dem Ziel, diese so lange wie möglich im Stoff- bzw. Wirtschaftskreislauf zu halten. Dies verlängert die Kohlenstoffkreisläufe und erhöht die Wertschöpfung. Diese Kaskadennutzung ist heute schon in der Forst- und Holzwirtschaft etabliert. Neue Nutzungsformen aus der Bioökonomie werden diese Kreisläufe noch deutlich erweitern. Die Europäische Kommission betrachtet Ressourceneffizienz als eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union und hat 2011 die EU-Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ auf den Weg gebracht. Bei dem G7-Gipfel in Elmau 2015 wurde von der deutschen Präsidentschaft Ressourceneffizienz erstmals als Schwerpunktthema auf die Agenda gesetzt und als dauerhafte Aufgabe der G7 beschlossen.

Auf nationaler Ebene hat die Bundesregierung im März 2016 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm II verabschiedet. Darin werden wichtige Ziele festgelegt, die auch für die Forst- und Holzwirtschaft von hoher Relevanz sind, zum Beispiel:

  • Sicherung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung („stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe umweltverträglich ausbauen“)
  • Steigerung der Ressourceneffizienz in der Produktion („Entwicklung von material- und energieeffizienten Produktions- und Verarbeitungsprozessen“)
  • Ausbau der ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft („Kaskadennutzung, Recycling, einschließlich ökologische Produktgestaltung“)
  • Ressourceneffizienz im Rahmen des nachhaltigen Bauens (z. B. „Stärkung des Einsatzes von Bauprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen“, „Schaffen von Informationsangeboten für Planer und Bauherren in Bezug auf die Möglichkeiten nachhaltigen Bauens und die Nutzung von Umweltproduktleistungen für Bauprodukte“)
  • Nachhaltige Beschaffung

Diese Ziele können für die Forst- und Holzwirtschaft nur erreicht werden, wenn Ressourceneffizienz als durchgängiges Prinzip in allen Handlungsfeldern der Charta für Holz 2.0 berücksichtigt wird.

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