Wertschöpfung

Charta Ziele

Wertschöpfung

CLUSTER FORST & HOLZ 2014

  • 55 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung
  • 180 Milliarden Euro Umsatz
  • 1,1 Millionen Beschäftigte

Wertschöpfung

Zum Cluster Forst & Holz gehören nach der Definition der Europäischen Union die verschiedenen Branchen mit einer Verbindung zum Werkstoff Holz: Forstwirtschaft, Holzbearbeitung, Holzverarbeitung, Holz im Baugewerbe, Papiergewerbe, das Verlags- und Druckereigewerbe und Großhandel sowie Holzhandel mit Roh- und Schnittholz. Im Cluster Forst & Holz arbeiten in Deutschland ca. 1,1 Millionen Menschen, die zusammen einen Umsatz von fast 180 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von etwa 55 Milliarden Euro pro Jahr erzielen. Der Cluster ohne Druckereien und Verlage, also die engere Forst- und Holzwirtschaft, beschäftigt mehr als 700.000 Menschen und erwirtschaftet einen Umsatz von über 120 Milliarden Euro pro Jahr. Die Anzahl von mehr als 125.000 Unternehmen kennzeichnet den Cluster Forst & Holz als mittelständisch geprägte Branche mit vielen Kleinbetrieben. Eine besondere Bedeutung hat die Forst- und Holzwirtschaft in den ländlichen Räumen, wo sie überproportional zur Wertschöpfung und Beschäftigung beiträgt.

Diese Kennzahlen illustrieren die volkswirtschaftliche Bedeutung des Clusters Forst & Holz. Innerhalb des Clusters ist die Forstwirtschaft als Rohstoffproduzent unverzichtbar. Darüber hinaus erfüllen die Wälder in Deutschland wichtige Funktionen für Umwelt und Gesellschaft, insbesondere für Bodenschutz, Wasserregulation, Klimaschutz, Naturschutz und Erholung. Diese Funktionen gilt es zu bewahren und mit der Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz in Einklang zu bringen.

Allerdings muss der Hinweis des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik ernst genommen werden, der in seiner Stellungnahme „Die Waldstrategie 2020 im Spiegel der dritten Bundeswaldinventur“ auf ein drohendes Ungleichgewicht aufmerksam macht: „Die Indikatoren im Bereich Biodiversität und Waldnaturschutz verweisen auf eine durchgängig positive Entwicklung, während die Indikatoren aus dem Bereich Eigentum, Arbeit und Einkommen langfristig eher auf eine Verschlechterung hindeuten.“ Diese Aussage gewinnt im Kontext der Charta für Holz zusätzlich an Bedeutung, da gerade in Deutschland die Strukturnachteile der überwiegend kleinstrukturierten Forst-und Holzwirtschaft den Sektor und die Politik vor besondere Herausforderungen in Bezug auf Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in globalisierten Märkten stellen.

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