Grußwort des Bundesministers

Die Charta

Grußwort der

Bundesministerin

Liebe Leserinnen und Leser,

die Themen Wald und Holz sind in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt. Wir haben gesehen: Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder betreffen uns alle. Viele Waldbesitzende sind hiervon wirtschaftlich stark, zum Teil existenziell, betroffen. Sie müssen Schadholz beseitigen und sich der Mammut-Aufgabe einer klimastabilen Wiederbewaldung stellen. Auf der anderen Seite gibt es ein deutlich wachsendes, breites Verständnis in der Gesellschaft für die Belange unserer Wälder. Und die Erkenntnis, dass unser bedeutendster nachwachsender Rohstoff, das Holz, und seine Verwendung einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Schonung endlicher Ressourcen leisten können. Zum Beispiel im Holzbau oder für neue Anwendungen der Bioökonomie.

Als Waldministerium sind wir uns der Verantwortung für beide Seiten der Medaille bewusst und haben entsprechend gehandelt. Im Bereich der Waldpolitik haben wir neue Förderangebote geschaffen, die die Forstwirtschaft in dieser äußerst schwierigen Situation dabei unterstützen, den Erhalt der Wälder und seine Entwicklung hin zu klimaangepassten Mischwäldern zu meistern. Mit 1,5 Milliarden Euro für klimastabile Wälder haben wir das größte ökologische Waldumbauprogramm gestartet, das es je gab. Und im Rahmen der Ressourcenpolitik Holz wurden zahlreiche Aktivitäten umgesetzt, die mit dem Rückenwind der Charta für Holz 2.0 die Möglichkeiten intelligenter Holzverwendung erweitern.

Die Charta für Holz 2.0 ist ein Dialogprozess, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. In dieser überarbeiteten Auflage der Broschüre zur Charta wurden die Daten und die Bezüge der Charta zu neuen übergeordneten politischen Strategien aktualisiert. Der Green Deal der Europäischen Kommission ist hier eines der Beispiele. Mit der „Renovierungswelle“ und der Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ unterstreicht die Europäische Kommission auch die Potenziale der Holzverwendung im Gebäudesektor und als Beitrag zur ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Diese Potenziale sollten alle Akteure nutzen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder ist dafür eine der Grundvoraussetzungen.

Ich danke allen, die den Charta-Prozess engagiert unterstützen und durch Expertise und kreative Impulse, zum Beispiel im Rahmen unserer Dialogveranstaltungen, bereichert haben. Im neuen Kapitel „Die Charta für Holz 2.0 als Prozess“ sind rückblickend einige Beispiele benannt. Die unterschiedlichen Kompetenzen und der fachliche Austausch sind für die Umsetzung der Charta für Holz 2.0 unverzichtbar.

Die Veränderungen, die der Klimawandel für den Wald und das Cluster Forst & Holz bedeutet, werden auch den weiteren Charta-Prozess mitbestimmen. Sie alle sind eingeladen, sich auch künftig zu engagieren und Ihre Perspektive, Ihre Fragen und Ideen in den Dialogprozess einzubringen und sich am gesellschaftlichen Diskurs zu Wald und Holz zu beteiligen.

„Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen.“ – der Einsatz lohnt sich!

Ihre
Julia Klöckner
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft