Grußwort des Bundesministers

Die Charta

Grußwort der

Bundesministerin

Liebe Leserin, lieber Leser,

unser Wald ist Klimaschützer, Heimat für Tiere und Pflanzen, beliebter Ort für Erholung und Freizeit, wichtiger Arbeitsplatz und Lieferant unseres bedeutendsten nachwachsenden Rohstoffs: Holz. Auch unser Holz ist ein echtes Multitalent. Ob als Basis für Textilien, als Ersatz für Plastik oder als mehrgeschossiger Wohnungsbau in der Stadt – kaum ein Rohstoff ist so vielfältig einsetzbar wie Holz.

Klima schützen – Werte schaffen – Ressourcen effizient nutzen

Mit der „Charta für Holz 2.0“ denken wir über den Tag hinaus: wir wollen den Klimaschutz durch die gezielte Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stärken, endliche Ressourcen durch den effizienten Einsatz von Holzprodukten schonen und die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft erhalten und ausbauen. Die Charta für Holz 2.0 setzt den Handlungsrahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen. Dabei unterstützt sie andere internationale und nationale Strategien in den Politikfeldern Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz.

In Deutschland sind wir bereits auf einem guten Weg. Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur und die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik zeigen: unser Wald wird nachhaltig und verantwortungsvoll bewirtschaftet. Schätzungen des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik gehen zudem davon aus, dass durch den Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und die Holzverwendung jährlich bis 127 Millionen Tonnen Treibhausgas vermieden werden. Damit leisten die Waldbesitzer und die vielen, oftmals familiengetragenen Betriebe der Forst und Holzwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Sie sind gleichzeitig eine wichtige Säule für regionale Wertschöpfung und Beschäftigung gerade in unseren ländlichen Räumen.

Gemeinsam zum Ziel: Die Charta als Dialogprozess

Mit der Charta für Holz 2.0 sind die Grundlagen gelegt - jetzt geht es um die Umsetzung. Der Erfolg der Charta für Holz wird auch vom Engagement und der Zusammenarbeit der Akteure abhängen. Denn die Umsetzung kann nur als Gemeinschaftswerk gelingen. Es freut mich sehr, dass im laufenden Dialogprozess über 100 Experten aus Praxis, Wissenschaft, Forschung und Verwaltung aktiv mitwirken. Dieser Prozess ist anspruchsvoll und keine Selbstverständlichkeit. Schon der intensive Austausch unter den Experten hat für sich bereits einen hohen Wert – als solide Basis für die Umsetzung von Maßnahmen und Input zur zielgerichteten Ausrichtung von Förderung und Forschung.

Doch die Charta für Holz ist mehr. Ich sehe im Dialog mit den verschiedensten Interessengruppen und den Bürgerinnen und Bürgern eine weitere zentrale Aufgabe. So stellt der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung fest, dass die Erreichung der Klimaschutzziele maßgeblich von einem klimabewussten Verbraucherverhalten abhängt und dass dazu Information und Aufklärung über die nachhaltige Waldbewirtschaftung und intelligente Holzverwendung notwendig sind. Es war mir deshalb wichtig, ein „Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz“ einzurichten, das ab dem 1.Januar.2019 seine Arbeit aufnehmen wird. Durch die Bündelung von Förderprogrammen im Bereich Wald und Holz und den Erfordernissen zur Information und des Wissenstransfers soll die Lücke zwischen Förderung und Forschung und faktenbasierter Kommunikation geschlossen werden.

Uns allen muss eine "Ressourcenpolitik Holz“, die auf Nachhaltigkeit, Effizienz, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und den Schutz der Verbraucher setzt am Herzen liegen. Die „Charta für Holz 2.0“ ist hierfür ein wichtiges Instrument. „Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen“ – der Einsatz lohnt sich!

Ihre
Julia Klöckner
Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

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