Grußwort des Bundesministers

Die Charta

Grußwort des

Bundesministers

Liebe Freunde von Wald und Holz,

Holz hat die Entwicklung des Menschen seit jeher geprägt. Feuer, das Rad, der Bau von Dörfern und Städten – das alles wäre ohne Holz nicht denkbar. Und noch heute, im digitalen Zeitalter, ist Holz unser bedeutendster nachwachsender Rohstoff und eröffnet neue Perspektiven – insbesondere als wesentlicher Faktor für den Klimaschutz. Denn dank seiner ökologischen Wertigkeit können wir durch die Verwendung von Holz nicht nur unsere Ressourcen schonen, sondern auch unsere Klimabilanz insgesamt verbessern.

„Klima schützen. Werte schaffen. Ressourcen effizient nutzen.“ Die Ziele der Charta für Holz 2.0 stehen für zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Dabei sind wir in Deutschland bereits auf einem guten Weg. Die Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2012 und die Empfehlungen unseres Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik unterstreichen deutlich, dass unser Wald nachhaltig und verantwortungsvoll bewirtschaftet wird. Unser Wald ist wichtiger Kohlenstoffspeicher. Er ist aber auch Rohstoffreservoir und der Werkstoff Holz schlechthin nachhaltig. Unser Wald und die Forst- und Holzwirtschaft reduzieren schon heute die deutschen CO2-Emissionen um rund 14 Prozent. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz unseres Klimas. Die oftmals familiengetragenen Betriebe der Holz- und Forstwirtschaft als eine wichtige Säule für regionale Wertschöpfung und Beschäftigung gerade in ländlichen Räumen gilt es zu erhalten und auszubauen.

Mit der Charta für Holz 2.0 wird die Waldstrategie 2020 der Bundesregierung im Hinblick auf die Verwendung von Holz weiterentwickelt und konkretisiert. Im Fokus steht dabei der Beitrag von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zur Unterstützung internationaler, europäischer und nationaler politischer Strategien und Programme in den Bereichen Klimaschutz, Stärkung der ländlichen Räume sowie Ressourcenschutz. Hier geht es beispielsweise um den verstärkten Einsatz von Holz beim Bauen in der Stadt. Aber es geht zugleich um die Förderung der zusätzlichen Potenziale der Bioökonomie sowie um die Neuausrichtung von Forschungsaktivitäten, die eine ressourcen- und materialeffiziente Holzverwendung vorantreiben.

Mit der Charta für Holz 2.0 setze ich auch den Beschluss der Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 um, „den Beitrag nachhaltiger Holzverwendung zur Erreichung der Klimaschutzziele zu stärken“.

Die Charta für Holz 2.0 ist Ergebnis und gleichzeitig Ausgangspunkt eines Dialogprozesses: Infolge der Waldstrategie 2020 haben wir in drei Dialogforen mit rund 500 Teilnehmern Fragen zum Waldnaturschutz, zu Wald und Erholung sowie zur Perspektive von Holz als Rohstoff der Zukunft diskutiert. Die Erkenntnisse wurden beim „1. Deutschen Waldtag“ im Oktober 2016 unter anderem im Workshop Holz vertieft. Vertreter der verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen haben dabei wichtige Ansatzpunkte für die Charta identifiziert. Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft haben auf dieser Grundlage die vorliegende Charta für Holz 2.0 in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeitet. Sie bildet damit den Rahmen und die Grundlage für die weitere Umsetzung der klaren Politik meines Ministeriums für einen starken und nachhaltigen Cluster Wald und Holz. Ich lade zur Mitarbeit ein.
 

Christian Schmidt MdB
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

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