Ressource Wald und Holz

Handlungsfeld

Ressource

Wald und Holz

Wichtige Ziele

  • Langfristige Sicherung des nutzbaren Waldholzpotenzials
  • Berücksichtigung klimastabiler Nadelbaumarten als Alternative zur Fichte
  • Steigerung des Rohholzaufkommens aus dem Kleinprivatwald
  • Erhöhung des kurz- und mittelfristigen Holzpotenzials aus der Erschließung ungenutzter und alternativer Rohstoffquellen
  • Sicherung der Nachhaltigkeit und Legalität von importiertem Rohholz und Holzprodukten

Schwerpunkte des Handlungsfeldes

  1. Nachhaltige Rohstoffversorgung
  2. Schutz durch nachhaltige Waldnutzung
  3. Forstwirtschaft im Kleinprivatwald

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Beiträge des Handlungsfeldes

für

Klimaschutz
Wertschöpfung
Ressourceneffizienz

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Schwerpunkte des Handlungsfeldes

  1. Nachhaltige Rohstoffversorgung
    • Erschließung ungenutzter Potenziale
    • Flächenproduktivität und -management
    • Ausweitung der Waldfläche
    • Anbau klimaresilienter, produktiver Baumarten
    • Sicherung der Nadelholzversorgung
    • Forstpflanzenzüchtung/Forstgenetik
    • Alternative Rohstoffquellen (z. B. KUP, Agro-Forst, Landschaftspflege, Importe)
  2. Schutz durch nachhaltige Waldnutzung
    • Risiko- und Krisenmanagement
    • Anpassung der Wälder an den Klimawandel
    • Krisenmanagement
    • Integrierte Konzepte Waldbewirtschaftung und Biodiversität
    • Nährstoffnachhaltigkeit
    • Boden- und Grundwasserschutz (Holzernte/Holzbringung)
  3. Forstwirtschaft im Kleinprivatwald
    • Nachhaltige Waldpflege und Waldschutz
    • Beratung/Aktivierung von Waldbesitzenden
    • Verbesserung der Flächenstrukturen
    • Digitalisierung, Forst 4.0
    • Zukunftsfähige Strukturen der Holzvermarktung
    • Professionalisierung der Zusammenschlüsse, Kooperationen

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Beiträge des Handlungsfeldes

Klimaschutz

Die Bewirtschaftung der Wälder und das entnommene Rohholz sind die Grundlagen für den positiven Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz. Die Sicherung der Rohholzversorgung bei gleichzeitigem Erhalt der Schutzfunktionen des Waldes ist Basis für die nachhaltige Erbringung dieser Beiträge. Insbesondere eine Ausweitung des Holzaufkommens für die stoffliche Nutzung in langlebigen Holzprodukten ist aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll.

Wertschöpfung

Die Bewirtschaftung der Wälder und das entnommene Rohholz sind Grundlagen für die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Forst- und Holzwirtschaft. Eine Sicherung der Rohholzversorgung bei gleichzeitigem Erhalt der Schutzfunktionen des Waldes sichert somit auch die ökonomische Basis des Clusters Forst & Holz.

Ressourceneffizienz

Bei begrenzter Waldfläche und unter dem Einfluss der klimabedingten Waldschäden gewinnen neben Fragen des Walderhalts und seiner Vermehrung auch Maßnahmen zur Erhöhung der Flächenproduktivität an Bedeutung. Ziel ist die Sicherung der Holznutzung mit ihren positiven Effekten für Klimaschutz und Wertschöpfung.

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Ressource Wald und Holz

Die nachhaltige Forstwirtschaft hat in Deutschland und Europa eine lange Tradition und ist Vorbild für verantwortungsvolles Wirtschaften. Die Waldgesetze von Bund und Ländern garantieren den Walderhalt und seine nachhaltige Bewirtschaftung. Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Waldbesitzer, Politik und Gesellschaft vor weitreichende Herausforderungen: Extremwetterereignisse, Dürren und Schädlingsbefall hinterlassen in den heimischen Wäldern deutliche Spuren. Die notwendige Anpassung der Wälder an den Klimawandel muss den Erhalt der Wälder und ihre Leistungen für Klima, Umwelt und Gesellschaft im Blick haben. Der Bedarf der Gesellschaft an Holz zum Bauen, Wohnen, Leben ist ein wichtiger Teil dieser Leistungen. Eine nachhaltige Rohholznutzung ermöglicht darüber hinaus langfristig positive sozioökonomische Effekte, wie z. B. Beschäftigung und Wertschöpfung, und leistet durch die Bindung und Speicherung von Kohlenstoff in den Wäldern und den Holzprodukten wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Die heimische Holzwirtschaft ist in die Weltwirtschaft integriert. Deutschland ist nach China und den USA der größte Exporteur (nach Werten) von Holzprodukten. Von 2009 bis 2018 war Deutschland Nettoimporteur von Nadelrohholz. Die massiven Kalamitäten mit einem Überangebot auf den Rohholzmärkten haben die Marktsituation zwischenzeitlich verändert.

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