Holz im öffentlichen Raum

Holzbau im öffentlichen Raum

Auftaktveranstaltung zur Seminarreihe, 17. Februar 2020 in Mainz

Referentinnen und Referenten der Veranstaltung in Mainz

Dipl. Ing. Pirmin Jung
Titel des Vortrags: Das Bauen mit Holz wird zur Selbstverständlichkeit
Kernbotschaften des Vortrags
  • Ergründung, warum das Bauen mit Holz immer mehr kommt
  • Blick auf die Entwicklung des Holzbaus
  • Rückblick, Stand heute und Aussicht in die Zukunft
  • Aussagen zur Klimaleistung beim Bauen mit Holz werden getroffen, sowie zu den Leistungen des Holzbauingenieurs - und warum es sinnvoll ist, mit ihm zusammen zu arbeiten
  • beispielhafte Projekte öffentlicher Bauherren werden vorgestellt
Zur Person:

Pirmin Jung, Dipl. Holzbauingenieur FH / SIA, Jahrgang 1968, schließt nach der Lehre zum Zimmermann und ersten Berufserfahrungen im Lehrberuf 1993 das Studium zum Dipl.-Holzbauingenieur HTL an der SH Holz in Biel (CH) ab. 1996 gründet er sein eigenes Ingenieurbüro für Holzbau in Rain. In den Folgejahren wird er unter anderem als anerkannter Fachingenieur "Kontrollorgan Brandschutz" zertifiziert, ist planvorlageberechtigt als Bauingenieur in Baden-Württemberg (DE) und arbeitet nebenberuflich von 1998 bis 2000 als Dozent für Holzbau an der FH Technik und Architektur in Horw. 2010 folgt die Gründung des PIRMIN JUNG Büro für Bauphysik AG in Rain und der PIRMIN JUNG Deutschland GmbH in Sinzig. Die Eröffnung der Standorte in Sargans und Thun folgen 2015. 2014 fusionieren die operativen Firmen in die PIRMIN JUNG Schweiz AG. Im Jahr 2016 begründet Jung zudem die PLANT-FOR-THE-PLANET Stiftung Schweiz. 2019 folgt die Eröffnung eines Standortes der PIRMIN JUNG AG in Augsburg. Die persönliche Begeisterung von Jung für die Möglichkeiten und Leistungsstärken des Holzbaus, möchte er durch Vorträge vor unterschiedlichstem Publikum vermitteln und in die Breite tragen.


Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA Stephan Birk
Titel des Vortrags: Best-Practice Projekte: Öffentliches Bauen mit  Holz
Kernbotschaften des Vortrags
  • „Um den Holzbau bei öffentlichen Projekten voran zu bringen, braucht es sowohl ein Planungsteam mit spezifischen Fachkenntnissen, als auch eine aufgeschlossene, holzbauaffine Bauverwaltung.“
Zur Person:

Stephan Birk, Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA, geboren 1975 in Stuttgart, schließt 2003 das Studium der Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart ab. Nach Anstellung im Büro Foster+Partners in London, erfolgt 2005 mit Liza Heilmeyer die Gründung des eigenen Architekturbüros in Stuttgart. Seit 2012 firmiert das Büro als Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten.

2015 wird Stephan Birk als Professor an die Technische Universität Kaiserslautern berufen. Dort leitet er das Lehrgebiet Baukonstruktion 1 und Entwerfen und ist im Forschungsbereich T-Lab – Holzarchitektur und Holzwerkstoffe aktiv. (Pressefoto: Andreas Labes, Berlin)


  Angela Fritsch Architekten BDA und ausführendes Holzbauunternehmen Ochs GmbH
Titel des Vortrags: Werkstattbericht zum Don Bosco Haus
Kernbotschaften des Vortrags
  • Bauvorhaben müssen nicht zwangsläufig den Kostenrahmen sprengen, dies hat das bischöfliche Jugendhaus Don Bosco in Mainz bewiesen. Nicht nur die eingehaltenen Baukosten, die nachhaltige Architektur mit dem zentralen Baustoff Holz ist mehr als zeitgemäß und richtungsweisend für öffentliches Bauen.

Christian Kotremba
Titel des Vortrags: Starkregen, Hochwasser, Trockenheit und Hitze – Möglichkeiten der kommunalen Anpassung an den Klimawandel in Rheinland-Pfalz
Kernbotschaften des Vortrags
  • Eine klimagerechte Stadtentwicklung, das heißt die frühzeitige und proaktive Anpassung von Kommunen an die Folgen des Klimawandels, stellt neben dem Klimaschutz die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert dar.
Zur Person:

Christian Kotremba ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. (Arbeitsort: Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen) tätig. Er beendete 2008 das Studium der Diplom-Geographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit den Nebenfächern Meteorologie und Politikwissenschaft. Von 2009 bis 2018 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der RLP AgroScience, Institut für Agrarökologie, einer landeseigene Forschungseinrichtung in den Bereichen Agrarökologie und Landwirtschaft eingesetzt. Seit April 2018 ist Kotremba im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz tätig als KlimawandelAnpassungsCOACH RLP. Ziel des Projektes "KlimawandelAnpassungsCOACH RLP" ist es ein Coaching von 14 Kommunen und Landkreisen in Rheinland-Pfalz in Themen der Klimaanpassung umzusetzen (die Maßnahme wird gefördert durch das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit); Laufzeit April 2018 bis März 2021; Fördervolumen: 280.000 €; Projektseite: www.kwis-rlp.de\coach).


Architekt Dipl.-Ing. Joachim Becker
Titel des Vortrags: Architektenwettbewerbe - Mehrwert durch Vielfalt
Kernbotschaften des Vortrags
  • Architektenwettbewerbe sind geregelte Verfahren, die zu vergleichbaren Lösungsvorschlägen führen. Komplexe funktionale Zusammenhänge werden gelöst und dargestellt. Aussagen zur Wirtschaftlichkeit werden erkenn- und bewertbar. Die architektonische Gestaltung und Einfügung in den städtebaulichen Kontext wird ebenfalls entworfen.
Zur Person:

Architekt BDA Dipl.-Ing. Joachim Becker studierte Architektur in Kaiserslautern. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Architekturbüros betreibt er seit 1995 sein Büro in Neustadt an der Weinstraße. Der Tätigkeitsbereich umfasst Schulbau, Gebäude für betreubares Wohnen, Pflegeeinrichtungen und Gebäude für den Handel. Gerne werden seine Gebäude in Holz konzipiert. 2018 wurde ein Quartier aus 22 barrierefreien Bungalows in Holzbauweise errichtet. Aktuell plant sein Büro ein Studierendenwohnheim mit 200 Plätzen in 6-geschossiger Holzbauweise.).


Gesprächsrunde "Kommunales Bauen - nachhaltig + innovativ: Beispiele aus der Praxis" mit:

Marcus Kühling, Abteilungsleiter KIWUH, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)
Norbert Portz, Beigeordneter, Deutscher Städte- und Gemeindebund DStGB
Zur Person: Norbert Portz leitet als Volljurist seit dem Jahre 1998 beim Deutschen Städte- und Gemeindebund das Dezernat für Umwelt, Stadtentwicklung und Vergabe. Der DStGB vertritt über seine Mitgliedsverbände circa 11 000 Städte und Gemeinden. Diese sind sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Umsetzung der Energiewende in einer Schlüsselrolle. Nicht zuletzt weil die Kommunen im Vergleich zum Bund und den Ländern die größten öffentlichen Auftraggeber sind, stehen sie bei der umweltfreundlichen und nachhaltigen Beschaffung in einer besonderen Verantwortung. Hier spielt auch das Bauen mit Holz eine bedeutende Rolle.  Herr Portz hat zahlreiche Fachartikel zu den Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung, zum Klimaschutz sowie auch zu einer nachhaltigen Beschaffung durch Städte und Gemeinden verfasst. Auch ist er Referent zu den Themen der Stadtentwicklung und des Vergaberechts. Er veranstaltet mit dem DStGB am 10. März 2020 in Bonn die DStGB-Fachkonferenz „Kommunen aktiv für den Klimaschutz“.
Eberhard Büttgen, Stabstelle Nachhaltige Entwicklung, Stadt Eschweiler
Zur Person: Dipl.-Ing. Eberhard Büttgen studierte Entsorgungsingenieurwesen an der RWTH Aachen im Fachbereich Bauingenieurwesen mit Fachrichtung "Umweltmanagement" und "Ressourcenschutz". Nach seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der RWTH mit zahlreichen Projekten zur Ressourcen- und Materialeffizienz von technischen Systemen übernahm Büttgen 2015 bei der Stadt Eschweiler im Planungsamt die Entwicklung und Umsetzung von Projekten zum Ressourcen- und Klimaschutz und den Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Eines der Schwerpunkte ist die Umsetzung von ressourcen- und klimaeffizienten Bauprojekten in der Stadt, z.B. das Faktor X-Baugebiet Neue Höfe Dürwiß.

Moderation:

Ulrike Nehrbaß
Zur Person: Ulrike Nehrbaß, Jahrgang 1967, ist Moderatorin, Journalistin und Filmautorin beim SWR-Fernsehen. Sie studierte Sport und Journalismus. Nach einigen Jahren in der SWR-Sportredaktion „landete“ sie über verschiedene Service-Magazine als Moderatorin „Im Grünen“, dem Natur- und Umweltmagazin des SWR-Fernsehens. Nach 15 Jahren bekam diese Sendung mit „natürlich!“ einen beliebten Nachfolger, hierfür ist Frau Nehrbass als Moderatorin und auch als Filmautorin tätig. (Bildquelle: SWR)


In Kooperation mit:

Deutscher Städte- und Gemeindebund
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