Potenziale von Holz

Handlungsfeld

Potenziale von Holz

in der Bioökonomie

Laubholz in Wert setzen

Der ökologische Waldumbau führt zu einem höheren Laubholzangebot und damit zukünftig zu einem veränderten Rohstoffsortiment für die Holzwirtschaft. Es fällt – bei einem zurückgehenden Angebot an Nadelholz – deutlich mehr Laubholz, insbesondere Buche, auch in geringeren Dimensionen an. Obwohl Laubholz heute rund ein Drittel des durch die Forstwirtschaft bereitgestellten Holzes ausmacht, setzt die Holz- und Papierwirtschaft es bislang nur in geringem Maße ein. Mehr als 80 Prozent der holzwirtschaftlichen Produkte bestehen heute aus Nadelholz. Laubholz wird aktuell im Wesentlichen zu energetischen Zwecken genutzt. Im Gegensatz zur höherwertigen stofflichen Verwendung mit der Möglichkeit zur Mehrfachnutzung (kaskadische Holznutzung) ist eine direkte energetische Verwendung von Rohholz aus dem Wald mit geringeren positiven Effekten im Klimaschutz verbunden. Zudem ist der volkswirtschaftliche Nutzen geringer.

Die Entwicklung von neuen, innovativen, markttauglichen Laubholzprodukten ist damit eine der wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben von Forschung und Entwicklung in der Forst- und Holzwirtschaft. Insbesondere aus technologischen, aber auch wirtschaftlichen Gründen und mit Blick auf die Marktakzeptanz lassen sich herkömmliche Produkte aus Nadelholz nicht 1:1 durch solche aus Laubholz ersetzen. Es sind also Innovationen notwendig, um Laubholz anders verarbeiten zu können und so neue Anwendungsbereiche zu erschließen. Laubhölzer können die Grundlage für die Entwicklung neuer und innovativer Produkte sein und so dazu beitragen, die Potenziale von Holz in der Bioökonomie noch besser zu nutzen.

UMSATZ IN DER BIOBASIERTEN ÖKONOMIE (EU-28, 2013)
UMSATZ IN DER BIOBASIERTEN ÖKONOMIE (EU-28, 2013)

Zusätzliche Chancen und Potenziale in der Bioökonomie erschließen

Zusätzliche Potenziale von Holz in der Bioökonomie sollen durch das Schwerpunktthema Innovative Produkte und Verfahren erschlossen werden. Hier sollen primär die Anwendungen in den Vordergrund gestellt werden, in denen Holz heute noch keine oder eine eher untergeordnete Bedeutung hat, bei denen sich aber eine potenziell höhere Wertschöpfung erwarten lässt. Diese Anwendungen sollen sowohl produkt- und marktseitig in Bezug auf Marktchancen und -potenziale als auch von Seiten der Fertigungstechnologie betrachtet werden. Die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren schließt neben Produkten auf Basis von Laubholz (Schwerpunktthema Wertschöpfung Laubholz) auch neue Verwendungsmöglichkeiten für Nebenprodukte der Säge- und Papierindustrie ein. Ziele sind hierbei z. B. die hochwertige Ausnutzung der Holzinhaltsstoffe oder die Verwendung für Biokomposite sowie die Möglichkeiten der Verbindung mit anderen Werkstoffen und Industrien. Grundsätzlich sollen dabei wichtige Umweltgesichtspunkte wie Ökobilanzen in die Betrachtung einbezogen werden.

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